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| doreen |
Verfasst am: 14.01.2009, 09:45 |
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Bissotwo

Anmeldedatum: 09.01.2009
Beiträge: 28
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hallo hoffnung
ja, ich war gestern mein examen einsehen... ich war sprachlos was für fadenscheinige begründungen die da geschrieben haben... ich weiß nicht. ich hab ne freundin von mir mitgenommen, die schon bestanden hatte und daher mit reinschauen durfte... sie war auch geschockt wie stark die mich herunterkorrigiert haben...
ich meine... bei meinem ersten versuch bin ich nur deshalb rein, weil ich noch im alten system bleiben wollte, denn in münchen ändern sie grad jedes semester das system... und daher bin ich eigentlich nicht wirklich vorbereitet rein gegangen... und es kam (abgesehen von strafrecht) nicht ein thema dran von dem ich ahnung hatte. einen ganze ZR-Klausur bestand nur aus Zwangsvollstreckungsrecht und das hab ich mir nie im leben auch nur wenigstens mal angeschaut... und dann schrieb ich da 6,5 punkte... während ich in strafrecht 25 seiten abgebe über themen die man immer und immer wieder durchgekaut hat und dann bekomme ich 1 punkt...
und dieses mal kamen sehr viele sachen dran, die ich kannte, aber nach meinung der korrektoren keine ahnung von hätte. in strafrecht sind mir dieses mal die leichtesten definitionen nicht mehr eingefallen und ich hab mich da halbwegs durchgewurschtelt und gerade mal 13 seiten abgegeben (was ja für eine examensklausur wirklich wenig ist) und ich bekomme 3 punkte! zwei punkte mehr als beim vorigen versuch, wo cih viel mehr geschrieben und gewusst habe...
ich weiß wirklich nicht, wie die sich das vorstellen, dass das weitergehen soll... mir ist schon klar, dass es nur eine bestimmte anzahl von referendariatsplätzen gibt und das auch nur so viele bestehen können, aber dann sollen sie eben schon vorher selektieren. es kann nicht sein, dass ich mit einem zeugnis-schnitt von fast 9 punkten mich bis zum examen durchboxe und dann nach etlichen jahren daran scheitere...
ich hab mittlerweile wirklich das gefühl, dass es da nicht immer mit rechten dingen zugeht, aber ich will auch keine bösen gerüchte in die welt setzen. ich finde es einfach nur unverantwortlich, wie mit unserer existenz umgegangen wird... immerhin geht es hier um meine zukunft und meine invetsierte zeit und mühen.
naja, ich hab es halbwegs akzeptiert, dass ich nun nichts ändern kann an meiner situation... aber für einen konkreten weiteren weg habe ich mich noch nicht entschieden. ausbildung? studium? fernstudium? was ganz anderes?
ehrlich gesagt: ich hab keine ahnung. ich informiere mich überall wo ich nur kann, frage nach ob jemand jemanden kennt und was der gemacht hat usw....
bei der studienberatung war ich noch nicht, da brauchst du einen termin und die sind ziemlich ausgelastet. ich hab aber erfahren, dass das Landesjustizprüfungsamt eine spezielle beratung für studenten wie uns hat... das soll effektiver sein als die allgemeine studienberatung und ich denke, ich werde versuchen, da so schnell wie möglich einen termin zu bekommen und dann mal schauen, was die so sagen.
wie war denn deine einsicht ins examen?
ganz viele liebe grüße
doreen |
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| dummes Äffchen |
Verfasst am: 14.01.2009, 10:53 |
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Terrathree

Anmeldedatum: 19.11.2008
Beiträge: 56
Wohnort: Baden-Württemberg
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Hi!
Bin gerade sehr unter Zeitdruck und schreib' jetzt nur ganz kurz zu einem Punkt:
Die Studiengebühren, die Du für die Fernuni Hagen ausgerechnet hast, können so (glaub' ich zumindest) nicht stimmen?! Ruf' dort direkt an und lass' Dich beraten! Meines Wissens ist die Fernuni Hagen günstiger als private Anbieter, und bei denen kostete der Wirtschaftsjurist vor noch nicht so langer Zeit so um die 200 Euro pro Monat. Die Fernuni müsste da drunter sein. Außerdem kriegst Du wohl überall Jurascheine angerechnet und es wird dadurch immer billiger und kürzer!
So, zum Rest alles später!
Ich weiß, es ist schwer, eine Alternative zu finden, und das Ganze braucht seine Zeit. Die Beratung beim JPA klingt nach einer guten Anlaufstelle. Nix wie hin. Und ich hab' auch mal gehört, dass gerade das Arbeitsamt in München eine spezielle Beratung für durchgefallene und abgebrochene Jurastudenten anbietet. Spezialisierte Beratungsangebote sind natürlich der allgemeinen Studienberatung absolut überlegen. Private Coachs und Karriereberater gibt's im Übrigen auch, hab' aber leider keine Adressen, aber könnte man sicher rauskriegen.
Du machst es ganz richtig, packst an, das ist genau das, was in der Situation nötig ist. Und zwischendrin kann man wirklich mal Pausen einlegen. Wenn ein Urlaub finanziell drin ist, dann fahr' ruhig weg. Auch ein oder zwei Tage lüften das Gehirn und die Seele schon mal durch.
Das mit der Krankenkasse ist auch nicht so ein großes Problem. Es wird etwas teurer, aber in einem erträglichen Rahmen. Bisher hast Du ja 110 Euro gezahlt, der Beitrag wird sich nach oben ändern, aber nicht so, dass er unbezahlbar wird.
Grundsätzlich denke ich, Du bist einer Lösung schon auf der Spur. Auch Dein Bauchgefühl wird sagen, wo es lang geht. Das Hauptproblem seh' ich aktuell darin, dass Du in München bist/bleiben willst. Das ist halt eine superteure Stadt und das macht es Dir unnötig schwer, neue Pläne zu schmieden und die zu finanzieren.
Muss man alles überlegen und Schritt für Schritt weiterprobieren. Für eine paar Tage nach dem Durchfaller-Brief bist Du schon sehr weit! Bravo!!!!
@ Hoffnung:
Wie immer, schön alles mitlesen und mitnehmen! Find's gut, wie Du mit der Lage klar kommst und freu' mich, dass Du wieder dabei bist!
GLG
dummes Äffchen
PS Ihr könnt doch nicht einfach meinen nickname ändern?! ))
Zudem muss ich mal sagen, Ihr braucht mich nicht, all diese Infos hab' auch ich selbst rausgefunden aus frei zugänglichen Quellen; das könnt Ihr selber auch! Suchen ist die Antwort auf Eure Fragen! Und ausprobieren/sich informieren! |
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| derjim |
Verfasst am: 14.01.2009, 12:30 |
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Kartefour

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Hallo Doreen!
Unter 200 € stimmt schon. Ich hab 175 bezahlt.
Zitat: ausserdem denke ich nicht, dass ich lust habe, mit 29 dann noch ein studium dran zu hängen,
Das brauchst du doch nicht, das kannst du wie gesagt beides gleichzeitig machen! Also wärst du mit 29 komplett fertig!
Zitat:
ich hätte eben das referendariat angefangen, um erst einmal Geld zu verdienen
In der Ausbildung gibts nicht weniger Geld ! In Berlin bekommt man im Referendariat 800 € im Monat - wenn man Miete und NK berücksichtigt ist das Hartz 4 Niveau. Du würdest dich finanziell also keineswegs verschlechtern.
Wenn du dagegen nur das Studium machst, wie du es jetzt vorhast, wo soll die Kohle da überhaupt herkommen - da du ja sagst das dir ein Ausbildungsgehalt zu wenig ist ?
Zitat:
nicht ein thema dran von dem ich ahnung hatte. einen ganze ZR-Klausur bestand nur aus Zwangsvollstreckungsrecht und das hab ich mir nie im leben auch nur wenigstens mal angeschaut... und dann schrieb ich da 6,5 punkte... während ich in strafrecht 25 seiten abgebe über themen die man immer und immer wieder durchgekaut hat und dann bekomme ich 1 punkt...
Ist ja oft so bei Jura, dass kein absoluter Maßstab gesetzt wird, wie es eigentlich sein sollte, sondern gezielt heruntergepunktet wird, um die gewünschte Durchfallquote zu erhalten, selbst im Examen :
http://referendare.net/news.php?news=464&lit_tipp=0&seite_rnews=2&suche=gjpa
Deshalb verrät deine Note eher, wie gut deine Konkurrenten waren..
beste Grüße
derjim |
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| dummes Äffchen |
Verfasst am: 15.01.2009, 03:06 |
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Terrathree

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Hallo!
Ja, ich seh' das ähnlich wie derjim. Ich denke auch, zweigleisig zu fahren und eine Ausbildung zu machen + Studium parallel oder danach dran hängen, ist das, wozu man guten Gewissens raten kann!
Es ist auch heute wieder recht spät und ich bin ganz schön kaputt, deshalb möchte ich jetzt nur noch zu einem Thema was schreiben.
Doreen hat ja gemeint, wenn sie jetzt eine Ausbildung machen würde, dann hätte sie keine Lust mehr, später noch mal ein Studium zu beginnen. Diese Angst, dass später die Luft raus sein würde und man kein Interesse und keine Motivation mehr haben würde, ist nach meiner Erfahrung echt nur ein Gespenst, das sich später in Luft auflöst.
Zwei Leute aus meiner Studi-Clique haben ihr Jura-Studium abgebrochen (aus ganz verschiedenen Gründen). Beide haben dann erst mal eine Ausbildung gemacht und alle beide haben dann nach Abschluß der Ausbildung noch mal ein Studium begonnen und erfolgreich abgeschlossen.
Diese Motivation bleibt erhalten, wenn man sie pflegt und sich dieses Ziel immer wieder auch neu setzt. Das liegt dann an einem selbst, ob man konsequent seinem ursprünglichen Projekt treu bleibt!!!
Ich hab' halt die Befüchtung, dass man sich nach so einer extrem anstrengenden Examensvorbereitung und jetzt dem Neustart total überfrachtet, wenn man ein neues Studium anfängt, sich voll finanzieren muss und das in einer Luxus-Stadt wie München!!
Lass' es Dir in Ruhe durch den Kopf gehen, wie es weiter gehen soll. So sehr drängt die Zeit nicht. Ein bisschen Bedenkzeit ist auf alle Fälle drin!
Ja, man muss schon aufpassen, dass man sich nicht zu viel auf lädt und am Ende geht dann alles schief, weil man seine Belastungsgrenze nicht berücksichtigt hat oder berücksichtigen wollte!
Man muss auch ein wenig auf sich aufpassen, endlos kann weder der Körper noch die Psyche Stress aushalten. Daher wäre mein Rat, in den nächsten ein oder zwei Jahren einfach eine Ausbildung machen, dazu den Wirtschaftsjurist, denn der kostet nicht so viel und nimmt weder viel Zeit noch Mühen in Anspruch. Und den Schwerpunkt mal eine Weile auf das Private legen, auftanken, leben! Und zum Ende der Ausbildung dann Bilanz ziehen, die Lage checken und dann den Schwerpunkt auf den Beruf legen und studieren, wie und wo Du willst, aber eben auf einer sicheren Basis! Und dazu einen gelernten Job in der Rückhand haben, der das Jobben im Studium erheblich leichter macht!!!!!! Mit einer Ausbildung kriegt man bessere Nebenjobs als ohne!!!
Eine Entscheidung muss Zeit haben sich zu entwickeln und zu reifen!!!
GLG
PS Und im Ref hättest Du tatsächlich weniger verdient, als mancher Azubi in der Lohntüte hat. |
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| doreen |
Verfasst am: 15.01.2009, 12:11 |
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Bissotwo

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also... ausbildung UND studium nebeneinander geht glaube ich nicht... das wäre zu heavy.
ich denke mir auch, es ist was anderes, wenn man anfang 20 sein studium abbricht und dann ne ausbildung macht, als wenn man schon 26 ist (fast 27) und dann erst mal 2 jahre ausbildung... und danach dann noch studium...
ich hab ja neben dem studium immer gejobbt und hätte da vielleicht eine aussicht auf eine teilzeistelle... das ist aber nicht sicher. ich denke, dass, wenn sich diese möglichkeit sicher realisieren sollte, ich blöd wäre, einen sicheren job für eine ausbildung aufzugeben. ich könnte in teilzeit arbeiten und nebenbei das fernstudium... oder?
ich wüsste jetzt auch gar nicht, welchen beruf ich erlernen will... ich hab auch keine ahnung, wie meine chancen auf nen ausbildungsplatz aussehen, mit meinem altern und meinem - wirklich nicht guten abi -... keine ahnung...
ich hab jetzt im prüfungsamt angerufen... das war wohl nur ein gerücht, sie hätten eine anlaustelle... ich werde jetzt dann aber beim arbeitsamt anrufen und einen termin vereinbaren...
ja, aus münchen möchte und kann ich aus privaten gründen nicht. mein freund wohnt hier und ich hab mir hier ein leben aufgebaut, mit freunden und... wenn ich mir jetzt überlege, das alles zu verlassen und irgendwo ganz alleine von neuem beginnen zu müssen... das ist für mich eine enorme belastung, schon allein der gedanke daran. ich kann und will hier nicht weg.
es ist schwierig, sehr schwierig... |
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| dummes Äffchen |
Verfasst am: 15.01.2009, 16:51 |
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Terrathree

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@ doreen:
Hi!
Dass Du in München bleiben willst, versteh' ich. Wenn man da gut integriert ist, wo man ist, dann sollte man das nicht aufgeben. Für einen Job alle Lebenszusammenhänge und das dann gezwungenermaßen zu zerfetzen, tut meistens nicht gut (funktionieren). Dann lass' es besser und bleib in München.
Wie gesagt, das Bauchgefühl muss man auch fragen, denn das liefert sehr wertvolle Informationen. Wer es übergeht, fällt nicht selten über kurz oder lang auf die Nase, aber mit Anlauf!!!
So, an Deiner Stelle würde ich jetzt einfach Schritt für Schritt vorgehen und warten, was sich ergibt, was sich abzeichnet. Und immer neu entscheiden, prüfen, ob der eingschlagene Weg, der richtige war?!
Kuck' mal, ob das mit der Teilzeitstelle was wird. Und dann fang' halt ein Studium gleich wieder an und probier's ein Jahr aus, ob es erfolgreich ist, klappt? Parallel kannst Du doch auch kucken, was Dich beruflich sonst noch anspricht und ein paar Bewerbungen für eine Ausbildung machen, abschicken und schauen, was passiert. Wenn's nicht läuft mit dem Studium, dann hast Du vielleicht für den Herbst eine Ausbildungsstelle und kannst umschwenken!
Du musst Dir das vorstellen wie wenn das Jurastudium jetzt so eine Reise gewesen wäre, die Du geplant hast. Man will über die Autobahn von z.B. München nach Hamburg. Wenn das perfekt läuft und man direkt hinfahren kann, dann ist das wunderbar! Das wäre jetzt so gewesen, wenn Du das Examen bestanden hättest.
So und in Deinem Fall war's jetzt so, dass Du - um in unserem Bild zu bleiben - unterwegs von der Autobahn runter musstest, weil die gesperrt wurde. Wenn Dir das mit dem Auto passiert, dann suchst Du ja auch einfach einen neuen Weg und überlegst und kuckst dann immer wieder an Kreuzungen und Wegweisern, wo es weitergeht. Ab und zu hält man dann unterwegs und kuckt sich um, und manchmal gefällt's einem dann dort so gut und man bleibt gerne, fährt nicht mehr weiter; das alte Ziel ist kein Ziel mehr!
So ist das im Leben auch, egal, ob das Beruf, Beziehungen, Gesundheit, Finanzen oder sonst was ist. Man muss immer wieder neu überlegen, reagieren, sich anpassen! Das Leben ist nicht fair und jeder kriegt irgendwo einen Dämpfer. Der eine vom JPA, der andere wird von der Freundin mit dem besten Freund betrogen, andere kriegen fiese Krankheiten, andere verlieren viel Geld und gehen pleite. Manchem armen Schwein stirbt sogar sein Kind!!!!
Das sind die Sachen, die kommen, wenn man mal so auf die 30 zugeht und drüber kommt. Das Leben kann man planen, aber nur ein Stück weit. Einer hat das mal so schön formuliert:
So dumm und krumm, wie das Leben manchmal läuft, kann man vorher gar nicht denken!!!
Deshalb soll sich jeder getröstet fühlen, der jetzt durchgerasselt ist. Unglück und Tiefschläge gibt's genug für alle! Es ist genug für alle da!!!! Auch die anderen werden tiefe Täler durchwandern müssen, nur weiß man nie wann und wo sie kommen!!
Kuck' Dich um doreen und such' Dir aus den verbleibenden Möglichkeiten das aus, womit es Dir am ehesten gut geht, und dann leb' und freu' Dich an den alltäglichen Sachen, an Deiner Beziehung und Deinen Freunden!!!
Nur das Jura-Studium ist für Dich vorbei, alles andere nicht!!! Lass' Dir die schönen Sachen nicht durch die Lappen gehen, weil Du zu lange dem Examen nachtrauerst!
Und auch, wenn es Dir überhaupt nicht so vorkommt: Du bist noch ziemlich jung und hast genug Zeit. In zehn Jahren siehst Du das im Rückblick dann selber ein. Aber es ist wichtig, dass Du das jetzt kapierst und Dich nicht mehr so unter Druck setzt. Das schadet nur, weil' s den Blick auf die eigentlichen Möglichkeiten verstellt!
Glaub's dem dummen (gescheiten - Das habt Ihr selbst gesagt!) Äffchen einfach; es weiß, wovon es spricht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
GLG + Alles Gute!!
dummes Äffchen
PS Du bist erst 26; auf Dich kommen noch so viele Erfahrungen zu, die Deine kleine Welt noch mal ganz grundlegend aus den Angeln heben können. Wer weiß, wie unwichtig Dir dieses Examen in ein paar Jahren sein wird?! Da gibt's Sachen auf der Welt, die fesseln einen so und machen einen so glücklich, dass alles andere daneben verblasst. Aber man muss offen sein, sonst übersieht man sie!!!!
PSS Ich hatte selber das Problem, dass meine Prüfung dem Untergang geweiht war. Daher hab' ich mich damals informieren müssen, was als Alternative geht. Ich war noch älter als Du und hab' trotzdem einen Weg gefunden, der mir zugesagt hat. Es gibt so viele Berufsbilder, die man für sich entdecken kann, und es war letztlich ein persönlicher Gewinn, dass ich mich umsehen musste, denn ich hab' alte Leidenschaften und Interessen wiederentdeckt, weil ich mich mal mit was anderem auseinandersetzen musste, was nichts mit Jura zu tun hatte!
Ich bin dann nicht durchgefallen und brauchte Plan B nicht. Aber wenn, dann hätte ich eine Ausbildung gemacht und früher oder später Wirtschaftspsychologie als Fernstudium dazu gemacht.
Wenn man fast das Examen in der Tasche hat, ist eine Ausbildung in unseren Augen oft ein Rückschritt, "zu niedrig". Aber man muss das einfach anders sehen. Es ist ein Teilschritt und ein Sprungbrett auf dem Weg zum - hoffentlich - Traumjob!!! |
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| dummes Äffchen |
Verfasst am: 15.01.2009, 22:10 |
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Terrathree

Anmeldedatum: 19.11.2008
Beiträge: 56
Wohnort: Baden-Württemberg
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Hi!
Wollte noch was ergänzen für alle, die nach Alternativen suchen müssen.
Früher konnte man beim Staat auch Bibliothekar werden. Das ist (glaub' ich) eine Laufbahn im gehobenen Dienst. Gibt's vielleicht noch?! Und generell könnte man evtl. im Fachbuchhandel mit seinem jur. Wissen auch einen Ausbildungsplatz kriegen.
Vielleicht interessiert Euch auch ein Job wie Mediengestalter (Später mal art director werden, ist doch auch nicht das Schlechteste?!) oder einer der neuen IT-Berufe. Da ändert sich viel, der Bedarf der Wirtschaft ist heute ein anderer als vor ein paar Jahren.
Dann kommt noch Selbständigkeit jeder Art in Betracht. Ein Bekannter von mir hat in Richtung Sport weiter gemacht, hat eine Kampfkunstschule gegründet (hat sein Hobby zum Beruf gemacht). Ein anderer ging in Richtung Coaching, Lernberatung und Nachhilfe.
Vielleicht könnt Ihr ja irgendwas, was Ihr bisher nur als Hobby gemacht habt, was man jetzt auch beruflich machen könnte z.B. Malen oder Musikunterricht etca.. Eine Freundin von mir malt Comics, die sehr gut sind. Vielleicht könnt Ihr auch was, was man vermarkten könnte?! Mancher hat schon klein angefangen und hat später mit Grußkarten das große Geld gemacht! Eine Verwandte von mir hat sich ihr ganzes Studium mit dem Verkauf von selbstgemalten Aquarellen finanziert (Ist schon lange her, aber sie hat halt eine kreative Idee umgesetzt und so Geld gemacht.). Ein Bekannter von mir hat einen Hauptjob und erstellt und verkauft nebenher noch Datenbanken. Ein andere handelt in einem Internet-Shop mit teuren Spirituosen. Ich staune manchmal, womit man alles Geld verdienen kann?!
Ich wünsche allen viel Glück und Erfolg für den neuen Lebensabschnitt!! Leicht wird es nicht, neu was aufzubauen, aber es ist möglich. Andere vor Euch haben es auch geschafft!
dummes Äffchen
PS Ja, das war's dann auch, was ich als Informationen habe. Mehr kann ich leider auch nicht mehr weiterhelfen. |
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| derjim |
Verfasst am: 16.01.2009, 13:32 |
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Kartefour

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Hi Doreen!
Zitat: also... ausbildung UND studium nebeneinander geht glaube ich nicht... das wäre zu heavy.
Doch das geht. Du denkst dabei an ein Jurastudium. Rechtswirt FSH oder Hagen LLB sind lange nicht so schwer und berufsbegleitend ausgelegt. Die Kenntnisse die erforderlich sind hast du mit Qualifikation fürs Jura-Examen schon längst! Wenn überhaupt geht es nur um den Wirtschaftsanteil, der für dich neu ist. Du überschätzt diese Abschlüsse und den Aufwand den sie im Vergleich zum 1.jur.Examen erfordern! Und du überschätzt ihren Wert auf dem Arbeitsmarkt..ich muss das jetzt mal so drastisch sagen da es anscheinend nicht ankommt sorry. Ich hab selber einen und mit dem allein würde ich - zumindest in meiner Region - nie was vernünftiges kriegen.
Zitat:
ich blöd wäre, einen sicheren job für eine ausbildung aufzugeben.
Das versteh ich. Aber möchtest du diesen sicheren Job den Rest deines Lebens machen? Denn mit dem Sekundärabschluss allein ist die Chance was besseres zu bekommen lange nicht so hoch wie in Verbindung mit Praxiskenntnissen- da du dann mit 29 noch nie in diesem Beruf gearbeitet hast.
Zitat:
ja, aus münchen möchte und kann ich aus privaten gründen nicht. mein freund wohnt hier und ich hab mir hier ein leben aufgebaut, mit freunden und... wenn ich mir jetzt überlege, das alles zu verlassen und irgendwo ganz alleine von neuem beginnen zu müssen...
verstehe ich. Das verlangt ja aber auch keiner! das kannst du auch in München durchziehen.
Zitat:
ich wüsste jetzt auch gar nicht, welchen beruf ich erlernen will...
wenn du auf der jur. Schiene bleiben willst, kannst du RaFa oder ReNo werden und in Verbindung mit deinem Sekundärabschluss dann mal Kanzleivorsteherin werden. Zum Beispiel. Oder du gehst in die kaufmännische Richtung wie oben angedeutet.
Zitat:
ich werde jetzt dann aber beim arbeitsamt anrufen und einen termin vereinbaren...
Hab ich auch mal versucht, da kommt nix. Aber dann geh wenigstens bitte zum Akademikerteam, nicht zu einem stino-Sachbearbeiter. Dort landest du eh auf dem Rübenfeld..
Hallo Äffchen,
Zitat:
Wie gesagt, das Bauchgefühl muss man auch fragen, denn das liefert sehr wertvolle Informationen. Wer es übergeht, fällt nicht selten über kurz oder lang auf die Nase, aber mit Anlauf!!!
Da ist schon was dran, aber ich glaube es ist gefährlich das so zu pauschalisieren. Denn unser Bauchgefühl drängt uns auch immer zurück in unsere Comfort Zone, auch wenn es besser für uns wär, rauszugehen und was neues zu wagen. Für Doreen könnte der Zeitpunkt vielleicht gekommen sein, es ist natürlich fürs erste angenehmer und beruhigender, nur weiter zu studieren, weil man die Situation schon kennt.
Zitat:
Vielleicht interessiert Euch auch ein Job wie Mediengestalter (Später mal art director werden, ist doch auch nicht das Schlechteste?!) oder einer der neuen IT-Berufe. Da ändert sich viel, der Bedarf der Wirtschaft ist heute ein anderer als vor ein paar Jahren.
Da würde ich lieber die Finger von lassen, es sei denn es ist der absolute Wunschtraum. Denn das Berufsbild ist so verlockend, das das Angebot viel größer ist als die Nachfrage. Um da was zu reissen, musst du schon echt was auf der Pfanne haben.
Ansonsten absolute Zustimmung. (vor allem zu dem schönen Wegstreckenvergleich - aber Autobahn geht garnich  )
beste Grüsse
derjim |
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| dummes Äffchen |
Verfasst am: 16.01.2009, 14:54 |
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Terrathree

Anmeldedatum: 19.11.2008
Beiträge: 56
Wohnort: Baden-Württemberg
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@ derjim:
Hi!
Wenn ich das richtig sehe, dann sind wir doch auf gemeinsamem Boden?!
Ich hab' ja geschrieben, dass man das Bauchgefühl auch ernst nehmen soll, nicht aber, dass man nur danach gehen soll. Man muss beides berücksichtigen: Die äußere Realitiät und die eigene "innere" Realtiät. Beides ist maßgeblich!
Und zum Beruf Mediengestalter:
Das war nur als Beispiel gedacht, um zu zeigen, dass es außerhalb von Jura auch noch Berufe gibt, die interessant sind und Chancen bieten. Mediengestalter war bis vor zwei, drei Jahren sehr gefragt, mittlerweile ist der Job wohl tatsächlich überlaufen. Insofern geb' ich Dir Recht, es war ein schlecht gewähltes Beispiel.
Trotzdem: Man kann nur raten, sich umzusehen, was geht und wie man in der aktuellen Situation am besten weitermacht.
GLG
dummes Äffchen
PS Sollen wir 'ne Abstimmung drüber machen, welchen nickname das dumme Äffchen in Zukunft haben soll? Ihr seid ja lustig! |
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| dummes Äffchen |
Verfasst am: 16.01.2009, 14:58 |
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Terrathree

Anmeldedatum: 19.11.2008
Beiträge: 56
Wohnort: Baden-Württemberg
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Hab' was vergessen:
Natürlich beim Arbeitsamt zum Hochschul-Team!! Derjim hat da den richtigen Tipp gegeben! Beim Arbeitsamt kommt meistens nichts. Aber man kann Glück haben, hier und da hocken ganz vereinzelt sehr kompetente Menschen auf dem Amt; und mancher ist sogar noch motiviert!
Also, hingehen, sich von Anfang an auf eine herbe Enttäuschung einstellen und sich freuen, wenn man positiv überrascht wird!
Macht's gut!!
dummes Äffchen |
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Aktuelles Datum und Uhrzeit: 18.05.2012, 14:57
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