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Arbeitslosigkeit

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sonnenblume79
Verfasst am: 03.08.2009, 13:19    Antworten mit Zitat
Unaone Unaone
Anmeldedatum: 03.08.2009 Beiträge: 1 Wohnort: Kassel
Hallo,

mich hat nach bestandenem zweiten Staatsexamen im Mai die harte Realtiät des Arbeitsmarktes eingeholt.

Ich habe das erste Examen mit 6,5 Punkten und das zweite Examen mit 8,5 Punkten bestanden. Zudem vefüge ich über eine abgeschlossene kaufmännische Berufsausbildung. Trotzdem hat sich in der jetzt seit mittlerweile drei Monate währenden Bewerbungsphse noch nichts ergeben. Ich weiß, dass das noch nicht allzu lange ist. Aber ich habe trotzdem Panik keinen Job zu finden. Es gibt momentan auch kaum Stellenangebote und Initiativbewerbungen bringen auch nichts. Darüber hinaus habe ich auch schon einige Absagen bekommen. Es kann doch nicht sein, dass diese Qualifiaktionen nichts wert sind.

Mich würde mal interessieren, was andere für Erfahrungen mit der Jobsuche gemacht haben bzw. wie lange sie gebraucht und was sie unternommen haben, um den Berufseinstieg zu schaffen.

LG, Sonnenblume
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joepep
Verfasst am: 03.08.2009, 13:35    Antworten mit Zitat
Bissotwo Bissotwo
Anmeldedatum: 01.06.2009 Beiträge: 28
Du solltest erstmal sehen, ob Dein Profil überhaupt zu den Stellen passt, auf welche Du Dich bewirbst. Die Examina sind ja ganz gut, stellen allerdings nur den Einstieg dar, so dass die Bewerbung überhaupt erst weiter gesichtet wird. Beantworte am besten für Dich folgende Fragen und stelle anhand der Antworten ein Jobprofil zusammen und dann suche dort:

Wo hast Du Deine Anwalts- und Wahlstation gemacht (GK, kleine Kanzlei, Unternehmen...)?
Was war Dein Uni Schwerpunkt/wahlfach? Welches Berufsfeld hattest Du in der Wahlstation?
Wie sind Deine Fremdsprachenkenntnisse?
Praktika?
Wie sind Deine Bewerbungsunterlagen, insbesondere der Coverletter, strukturiert?
Hast Du einen stringenten Lebenslauf in Bezug auf einen Beruf?
Außercurriculares? Ausland?

Meiner Meinung nach versteifen sich viel zu viele nur auf die Examensnoten und lassen die Praxiserfahrung außer betracht. Da werden dann die Praktika bei der Wald & Wiese abgerissen (meist sogar beim Staat), dann Schwerpunkt Strafrecht, Stationen eben wie die Praktika, am Auslandsaufenthalt wird auch gespart und außercurriculare AKtivitäten sind ein Fremdwort. Leute, wenn bei einem derartigen Profil kein Doppel-VB kommt , wars das in der Regel mit den wirklich guten Jobs, denn ein Profil ist einfach nicht vorhanden.
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woodstock
Verfasst am: 05.08.2009, 15:15    Antworten mit Zitat
Pantafive Pantafive
Anmeldedatum: 19.07.2007 Beiträge: 108 Wohnort: Erlangen
Hallo Sonnenblume,

bei diesen Noten plus Berufsausbildung habe ich den leisen Verdacht, daß da in der Stellensuche und Bewerbung etwas suboptimal läuft und rate deswegen zu professioneller Unterstützung.

Gruß
w

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dibo
Verfasst am: 22.09.2009, 23:55    Antworten mit Zitat
Unaone Unaone
Anmeldedatum: 22.09.2009 Beiträge: 6
Hallo,

da meine Situation im Augenblick ähnlich ist, wie die des Threaderstellers/-in, würde mich eine Antwort auf die Ausgangsfrage, mit wieviel Zeit man momentan üblicherweise rechnen muss für den Berufseinstieg, doch noch einmal interessieren.

Qualifikationstechnisch (schönes Wort), sieht es bei mir bei leicht besseren Noten fast genauso aus, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Heißt bei mir ist das 1.Examen besser als das Zweite.

Grund für meine Frage ist, dass ich, nachdem ich mich nun im August mit Bestehen des 2. Staatsexamens arbeitslos gemeldet habe, ob der Aussage des zuständigen Arbeitsvermittlers doch leicht geschockt bin. Demnach brauche ich wohl gar keine Bewerbungen schreiben, sondern kann gleich mit einer neuen Ausbildung anfangen. Ich kann deren Auffassung kaum Glauben, dass man mit einem befriedigenden 2.Staatsexamen, wenn auch im unteren Bereich, eigentlich überhaupt keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat. Das 1. Examen ist laut Arbeitsvermittler sowieso nicht von Relevanz, da nur das Zweite zählen würde. In so fern wäre es dann auch egal, wie dieses bestanden ist. Momentan hat mich das Arbeitsamt in einen 5wöchigen ganztägigen Kursus geparkt, in dem Bewerbungen schreiben geübt werden soll. Auch das kommt mir irgendwie komisch vor, dass man bereits 1 Monat nach Bestehen des Examens in einen solchen Kursus mit zum Teil, ohne jemanden angreifen zu wollen, Leuten ohne Schulabschluss gesteckt wird. Auf Nachfrage heißt es allerdings, dass man die Leute nicht einfach in Ruhe sich bewerben lassen könne, sondern die Vermittlung aktiv fördern müsse. Ein solcher Kurs mag ja auch noch sinnvoll sein, aber in diesem zeitlichen Rahmen? Da bleibt ja, wenn ich die Anfahrtzeiten mitrechne, kaum die theoretische Möglichkeit Bewerbungen zu schreiben.

Wäre für eine kurze Einschätzung dankbar.

Gruß Dibo
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woodstock
Verfasst am: 23.09.2009, 08:57    Antworten mit Zitat
Pantafive Pantafive
Anmeldedatum: 19.07.2007 Beiträge: 108 Wohnort: Erlangen
Hallo Dibo,

da bist Du offensichtlich an einen selbst recht frustierten Sachbearbeiter gekommen, wovon ich aber oft höre.

Voirweg, es ist durchaus sinnvoll, wenn die das Arbeitsamt (Bundesagentur ... ) in den Fachanwaltskurs für steuerrecht steckt, sowas sollte man mitnehmen und ich kenne viele, aus dem mitteleren und unteren Notenspektrum eher die Mehrheit, die so einen Weg geht.

Die Arbeitssuche selbst (und gerade in der heutigen Zeit) ist ein Vollzeitjob oder Projekt, wo man durchauch seine 6-8 Stunden täglich investieren kann. Sieh es wie Deinen ersten Arbeitseinsatz in eigener Sache. Die Dauer kann man nicht festlegen und es hängt auch von Zufälligkeiten ab.

Privat kenne ich aus dem letzten Monat zwei Stellen, für die Du in Frage gekommen wärst, eine Projektassistenz Bereich Immobilien und eine Sachbearbeiterstelle in einer Stiftung. Beide waren auch für BWLer ausgeschrieben, wurden aber mit Juristen besetzt.


Mein Tipp, Netzwerke bilden und nutzen und viel lesen. ZB im Bereich Beruf und Karriere von monster.de oder der Süddeutschen Zeitung oder FAZ, Handelsblatt ... gibt es auch viele Tipps.-

Gruß
w

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starflower78
Verfasst am: 24.11.2009, 10:08    Antworten mit Zitat
Unaone Unaone
Anmeldedatum: 21.11.2009 Beiträge: 5
Ein Freund von mir hat mit ähnlichen Noten ca. 6 Monate gesucht. Das ist wohl noch im Rahmen des Üblichen zu sehen. Dann wurde er aber fündig. Also keine Panik
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dibo
Verfasst am: 07.03.2010, 15:53    Antworten mit Zitat
Unaone Unaone
Anmeldedatum: 22.09.2009 Beiträge: 6
Hallo,

nunmehr sind auch 6 Monate um und es hat sich nach wie vor überhaupt nichts ergeben.

Ich bin daher mittlerweile am überlegen, ob es nicht sinnvoller ist noch einmal etwas anderes zu studieren oder auch eine Ausbildung zu machen.

Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen, vor allem auf Grund des natürlich mittlerweile fortgeschrittenen Alters, und kann mal ein par Tips geben.

Im juristischen Bereich glaube ich nicht mehr, dass es mit meiner Qualifikation möglich ist seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Selbständig machen als Rechtsanwalt sehe ich zudem auch nicht als wirkliche Alternative.

Gruß Dibo
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woodstock
Verfasst am: 08.03.2010, 22:14    Antworten mit Zitat
Pantafive Pantafive
Anmeldedatum: 19.07.2007 Beiträge: 108 Wohnort: Erlangen
Hallo Dibo!

Ohne Dir persönlich nahe treten zu wollen, scheinst Du eine große Ausnahme zu sein. Eine so große Ausnahme, daß ich vermute, die Gründe liegen anderswo.

Laß Dich prfessionel beraten oder coachen. Das ist sinnvoller als ein Zweitstudium (mit welcher konkreten Perspektive??) oder eine Ausbildung (nach!!!) einem abgeschlossenen Studium. Letzteres ist Oberkäse, da hättest Du Dir ja das Studium sparen können. Als laß Dir professionell raten, denn offensichtlich liegen die Gründe bei Dir anderswo.

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dibo
Verfasst am: 09.12.2010, 17:10    Antworten mit Zitat
Unaone Unaone
Anmeldedatum: 22.09.2009 Beiträge: 6
Hallo,

nun ist zwar schon wieder viel Zeit vergangen, aber an der Situation geändert hat sich weiterhin nichts.

Hätte mir jedenfalls zu Studiumsbeginn jemand gesagt, dass ich trotz in der Summe knapp 17 Punkte Examina (wenn auch kein Prädikat dabei) nach 16 Monaten Bewerbung immer noch suchen würde, hätte ich den glaube ich für verrückt erklärt.

Auch wenn eine Ausbildung nach einem Studium "Oberkäse" sein mag, sehe ich eigentlich keine große Alternative. Sich im Bereich Jura immer weiter fortzubilden kostet auch und irgendwann muss man ja einen Strich ziehen. Und nochmal etwas anderes zu studieren ist mir ehrlich gesagt zu unsicher und dauert zu lange.

Ach so, zum Thema Coaching, Hilfestellung bei den Bewerbungen habe ich natürlich in Anspruch genommen.

Dibo
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woodstock
Verfasst am: 09.12.2010, 17:41    Antworten mit Zitat
Pantafive Pantafive
Anmeldedatum: 19.07.2007 Beiträge: 108 Wohnort: Erlangen
Leider kann ich Dir keine PN senden, sonst würde ich Dir einen persönlichen Tipp geben oder auch einmal Deine Situation konkret analysieren, was aber in kein Forum gehört.

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