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Arbeitslosigkeit

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Luke
Verfasst am: 09.12.2010, 20:36    Antworten mit Zitat
Unaone Unaone
Anmeldedatum: 09.12.2010 Beiträge: 2
Hallo Woodstock!

Da du über einige Erfahrung zu verfügen scheinst und bereits zahlreiche gute Tipps gegeben hast, wollte ich dich nun auch mal etwas fragen, bzw. dich um eine kurze Einschätzung meiner jetzigen Situation, bzw. meiner Pläne bitten.

Werde bald 30 und bekomme Mitte Februar die Ergebnisse meines zweiten (schriftlichen) Staatsexamens. Bin bereits zweimal durchgefallen und bin mir zu 100% sicher, dass auch der dritte Versuch daneben gegangen ist. Möchte nun möglichst schnell einen Job bekommen und gar nicht lange auf die Ergebnisse warten. Habe das erste Examen mit (einem knappen) befriedigend bestanden, an irgendwelchen Zusatzqualifikationen nichts vorzuweisen.

Beim Durchstöbern der Stellenangebote auf der Homepage der Jobbörse der Agentur für Arbeit und vergleichbaren Seiten habe ich erwartungsgemäß nicht viel gefunden. Wobei mein Hauptproblem war, zunächst mal näher zu umreißen, welche Jobs überhaupt in Frage kommen.

Bei der Suche nach möglichen Betätigungsfeldern für einen "Diplomjuristen" bin ich dann schließlich auch auf diese Seite und einen älteren Thread gestoßen, in dem du einige ganz interessante Vorschläge gemacht hast. Insbesondere interessiert mich hierbei eine Tätigkeit im Personalbereich.

Auch hier werden aber (verständlicherweise, wüsste damit im Moment auch nicht sehr viel anzufangen) meist Zusatzqualifikationen gefordert, beispielsweise der Umgang mit entsprechender Anwendungssoftware, wie SAP-R. Nun wollte ich dich fragen, was du von einer entsprechenden Weiterbildung im Rahmen der Kurse, die die WBS Training AG anbietet, hälst (http://www.wbstraining.de/gefoerderte-weiterbildung/personal-und-management/). Der Vorteil wäre, dass diese wohl auch von der Agentur für Arbeit übernommen werden und ich kurzfristig eine gewisse Perspektive hätte.

Nun meine Fragen:

1. Steigen die Arbeitsmarktchancen mit der Absolvation eines solchen Kurses wirklich so enorm und würdest du dies empfehlen?
2. Gibt es andere Weiterbildungsmöglichkeiten (mal abgesehen von ganzen Studiengängen), die in Frage kommen (und nur ein paar Monate dauern)?

Und noch etwas beschäftigt mich. In den meisten Stellenanzeigen, die "nur" ein abgeschlossenes Hochschulstudium (zumeist u.a. BWL, Rechtswissenschaften) vorraussetzen, werden weitergehende Anforderungen gestellt, insbesondere Spezialwissen und Berufserfahrung gefordert.

(Beispiel:
http://www.stepstone.de/stellenangebote--Referent-w-m-Dezentrales-Datenschutzmanagement-Transport-und-Logistik-Essen-Deutsche-Bahn-AG-DB-Mobility-Logistics-AG--1644741-inline.html?cid=backinjob_premium)
oder
http://www.vanato.com/job/301472/x?benc=x9h4jFDLzNy5tBdDiLGJDrZEuwhL0iBq2V35HaTuVKvV8Buar7W0uA%3D%3D)

Macht es Sinn sich dort zu bewerben? Im Rahmen des Referendariates konnte ich bereits praktische Erfahrung sammeln. Auch die Tätigkeit beim Anwalt, bei dem ich von allem mal ein bisschen gemacht habe, hat mir aber nicht wirklich viel "Berufserfahrung" gebracht. Von erweiterten Kenntnissen ganz zu schweigen. Die Bereitschaft mich in neue Themen- / Rechtsgebiete einzuarbeiten bringe ich natürlich mit. Bei gefordertem Spezialwissen ist dies aber vermutlich zu wenig, oder?

Würde mich über eine Antwort und Einschätzung von dir sehr freuen, da sie mich in meiner jetzigen Orientierungs- (,Bewerbungs-) phase sicherlich sehr weiterbringen würde.

Viele Grüße,

Luke.
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woodstock
Verfasst am: 10.12.2010, 10:14    Antworten mit Zitat
Pantafive Pantafive
Anmeldedatum: 19.07.2007 Beiträge: 108 Wohnort: Erlangen
Hi Luke,

ja, die Situation gibt es öfter, als Du vielleicht denkst. Deswegen wurde in XING eine Studienabbrechergruppe gegründet, die ich moderiere und meine bisherigen Beiträge hier und in anderen Studentenforen zusammenfaßt. Dort stelle ich auch die offenen Stellen aus meinen Unternehmen ein ( die regional meist in Nordbayern sind).

Frage Weiterbildung. Kommt auf das Ziel an, wenn kurz, dann ja. Beispielsweise bei Studium mit Wahlfach Arbeitsrecht und einer kleinen Weiterbidlung Personal hätte ich mit einem nichtbestandenen Examen weniger Bedenken. Man fängt als Sachbearbeiter an, aber das müssen examinierte Juristen gelegentlich auch.

Die Frage der Förderung ist dabei zweitrangig, es wurde ja im Studium auch einiges Geld "versenkt".

Die angegebenen Stellenausschreibungen kommen prinzipiell in Frage und sind ein richtiger Ansatz, den ich auch sehr empfehle. Möglicherweise fällt man bei Großkonzernen durchs Raster und hat im Mittelstand mehr Chancen.

Wenn man der Typ dafür ist, rate ich zu einem vorheirgen Anruf, in dem man andeuten kann, daß man beim Gehalt verhandlungsbereit ist.

_________________
Dies ist ein ernstgemeinter Ratschlag von einem erfahrenen Praktiker.
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dibo
Verfasst am: 10.12.2010, 14:13    Antworten mit Zitat
Unaone Unaone
Anmeldedatum: 22.09.2009 Beiträge: 6
Hallo woodstock,

dass man hier keine PNs schreiben kann verstehe ich allerdings auch nicht. Trotzdem danke für das Angebot.

Vielleicht kannst du aber ja trotzdem ein paar Fragen beantworten:

zunächst einmal die vom Kollegen hier angeführten Stellenangebote. Ich hoffe das kommt jetzt nicht so rüber, dass ich jemanden runterschreiben möchte, aber für mich liest sich das, wobei sich wohl nur das Erstere an Juristen richtet, doch mehr nach Stellen für Leute mit Prädikatsexamen? Ich würde mich jedenfalls bei den dortigen Anforderungen nicht bewerben.

zweitens, wie der Kollege ja auch schon angedeutet hat ist ein Knackpunkt in praktisch allen Stellenangeboten, das Berufserfahrung gesucht wird. Das Referendariat zählt aber ja wohl nicht dazu. Um nun aber nicht endlos weiter Theoriewissen anzuhäufen, ist es dann vielleicht sinnvoller, auch wenn es nicht gefällt, sich zunächst einmal als Praktikant zu bewerben?

dibo
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woodstock
Verfasst am: 10.12.2010, 15:25    Antworten mit Zitat
Pantafive Pantafive
Anmeldedatum: 19.07.2007 Beiträge: 108 Wohnort: Erlangen
Hallo,

eine Stellenausschreibung ist immer die 140%ige Wunschliste des Personalers, der genau weiß, daß er diesen Kandidaten nie findet. Oder wenn doch, er nicht ins Gehaltsgefüge paßt.

Insoweit relativiert sich vieles.

Ein Praktikum ist sicher möglich und oft sinnvoll. Es erleichtert beiden Seiten, sich näher zu kommen und Risiken zu begrenzen. Bezahlung sollte aber schon sein.

Eine Liste der möglichen Berufsbilder und der Bewerbungsstrategien findet sich an der anderen Stelle ausführlicher.

_________________
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Luke
Verfasst am: 17.12.2010, 13:09    Antworten mit Zitat
Unaone Unaone
Anmeldedatum: 09.12.2010 Beiträge: 2
Hallo Woodstock!

Vielen Dank für die Antwort!,

viele Grüße,

Luke.
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jurastudent86
Verfasst am: 12.03.2012, 11:41    Antworten mit Zitat
Unaone Unaone
Anmeldedatum: 02.03.2012 Beiträge: 6
Hallo sonnenblume79,

ich gehe mal davon aus das du mittlerweile einen Job gefunden hast und den Berufseinstieg erfolgreich gemeistert hast. Trotzdem habe ich mitverfolgt wie du ziemlich lange nichts gefunden hast und ich würde dir gerne noch ein paar kleine Tipps geben, falls du mal wieder auf der Suche sein solltest.

Was mir aufgefallen war, ist dass du dich sehr auf deine Examenspunkte verlassen hast ohne dich konkret an die Anforderungen der Ausschreibungen anzupassen. Manchman muss man auch ein wenig über sein Gebiet hinaus, z.B. sind im zuge der Digigalisierung immer häufiger Computer- und Softwarekenntnisse gefragen.
Auch Sprachen und Auslandsaufenthalte können dich von Mitbewerbern unterscheiden.

Hast du denn Qualifikationen die über deine juristische Ausrichtung hinausgehen? Und hast du die auch benutzt um dich abzusetzen?

Viele Grüße
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dibo
Verfasst am: 19.04.2012, 13:37    Antworten mit Zitat
Unaone Unaone
Anmeldedatum: 22.09.2009 Beiträge: 6
Hallo jurastudent86,

ich bin zwar nicht Sonnenblume79, aber wenn du noch Tipps für einen erfolgreichen Berufseinstieg zu vergeben hast, dann wäre ich doch sehr interessiert.

Gruß Dibo
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